Stimmen und Erfahrungsberichte

Christian Roth, LL.M.

 

Ich habe zunächst Rechtswissenschaften an den Universitäten Trier und Münster studiert und währenddessen den Schwerpunktbereich Steuerrecht absolviert. Nach dem Referendariat und einer 1-jährigen Tätigkeit als Rechtsanwalt habe ich schließlich beschlossen, die im Studium erworbenen steuerrechtlichen Kenntnisse zu vertiefen und zu erweitern. Auf der Suche nach einem entsprechenden Weiterbildungsangebot bin ich auf den LL.M.-Studiengang Wirtschafts- und Steuerrecht an der Ruhr-Universität Bochum gestoßen. Ursprünglich hatte ich vor, ein LL.M.-Programm zu wählen, welches ausschließlich den Bereich des Steuerrechts abdeckt, allerdings bot sich in Bochum die Möglichkeit, aus einer Vielzahl von Fächern wählen zu können. Dabei konnte ich – wie ursprünglich geplant – den Schwerpunkt auf die klassischen steuerrechtlichen Gebiete legen, zugleich aber auch Fächer belegen, die nicht selten Schnittmengen zum Steuerrecht aufweisen. Dies schafft zum einen die Möglichkeit, für die spätere berufliche Laufbahn eine Nische zu finden und sich von der breiten Masse abzuheben, zum anderen aber auch Interesse bei zukünftigen Arbeitgebern zu wecken.

Die gelungene Mischung der Dozenten aus Hochschullehrern und Praktikern führt außerdem dazu, die juristischen und wirtschaftlichen Problemstellungen aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten zu können. Außerdem bietet der LL.M.-Studiengang, wie ich im Rahmen meiner Vorbereitung bereits feststellen konnte, eine gute Grundlage für das bei mir anstehende Steuerberaterexamen.

Für Juristen, die den Beruf des Rechtsanwalts anstreben, bietet sich neben der Qualifikation LL.M. auch noch die Möglichkeit, parallel die theoretischen Kenntnisse des Fachanwalts Steuerrecht zu erhalten, was einen bei Vorstellungsgesprächen gleich nochmals interessanter macht. So hat sich für mich über den Studiengang auch ein Kontakt zu einer überregionalen Steuerkanzlei ergeben, in der ich seit dem Abschluss des LL.M. als Rechtsanwalt, insbesondere auf den Gebieten des Steuer- und Steuerstrafrechts, tätig bin.

Als Fazit kann von meiner Seite nur festgehalten werden: Der Weiterbildungsstudiengang Wirtschafts- und Steuerrecht hat die für die praktische Tätigkeit unerlässlichen theoretischen Grundlagen geschaffen und war eine Bereicherung für meine persönliche und berufliche Entwicklung.

Tim Weber, LL.M.

 

Schon während des Schwerpunktbereichsstudiums an der Ruhr-Universität Bochum habe ich mich besonders für die Rechtsgebiete des Gesellschafts- und Wettbewerbsrechts interessiert. Bestärkt durch die Schwerpunktbereichsvorlesungen absolvierte ich nach den Klausuren des ersten Staatsexamens zunächst ein Praktikum in der Holding eines großen, weltweit agierenden Logistikunternehmens, um das in der Theorie erlernte Wissen in die Praxis umzusetzen. Bereits während des Praktikums und verstärkt im Rahmen meiner anschließenden Tätigkeit als Werkstudent wurde mir zunehmend bewusster, dass Entscheidungen innerhalb eines Konzerns oftmals maßgeblich durch steuerrechtliche Erwägungen beeinflusst werden und wie wichtig steuerrechtliche Kenntnisse im Bereich des Gesellschaftsrechts seien können. Aus diesem Grund fasste ich den Entschluss, mich auf dem Gebiet des Steuerrechts weiterbilden zu wollen und bin auf den hiesigen weiterbildenden Studiengang Wirtschafts- und Steuerrecht gestoßen.

Dieser Studiengang ist die ideale Ergänzung für jeden an Gesellschaftsrecht interessierten Juristen, da oftmals weder eine ganzheitliche gesellschaftsrechtliche Beratung noch die Tätigkeit als Syndikus ohne steuerrechtliche Grundkenntnisse möglich sind. Dieser gewonnene Eindruck bestätigte sich zunehmend im Rahmen weiterer Bewerbungsgespräche sowohl in namhaften Unternehmen als auch renommierten Wirtschaftskanzleien. Die Kombination zwischen Gesellschafts- beziehungsweise Wirtschafts- und Steuerrecht wurde meiner Meinung nach immer als äußerst sinnvoll erachtet und ist stets auf großes Interesse gestoßen.

Schließlich bleibt noch hervorzuheben, dass das umfassende Fächerangebot und die hiermit verbundenen vielfältigen Kombinationsmöglichkeiten sowohl eine individualisierte und fokussierte als auch eine interdisziplinäre Ausrichtung der Weiterbildung ermöglichen.

Mein Fazit ist daher: Auch ohne steuerrechtliche Grundkenntnisse gelingt es den Dozenten, das komplexe Rechtsgebiet des Steuerrechts verständlich zu erschließen und ermöglicht so den Studierenden eine für die Praxis sinnvolle und vor allem anwendbare, nach Außen sichtbare Zusatzqualifikation zu erwerben.

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